
Unternehmensnachfolger für
ein erfolgreiches Solartechnikunternehmen mit Dachdeckerei und insgesamt 16 Mitarbeitern gesucht.
Das kleine Nachfolge-Wiki
Eine Unternehmensnachfolge wirft viele Fragen auf, für deren Beantwortung es unterschiedliche Anlaufstellen gibt.
Wenn Sie sich als Verkäufer oder Käufer eines Unternehmens noch in der Planung und Entscheidungsfindung befinden, finden Sie mit unserem Unternehmensnachfolge-Lexikon ein kleines Nachfolge-Wiki, das Ihnen eine Übersicht über die notwendigen Fragen gibt.
Über die eingefügten Links finden Sie Anlaufstellen und Informationsquellen. (Für die Links und Inhalte der verlinkten Websites können wir keine Haftung übernehmen.)
Unternehmensnachfolge-Lexikon (Nachfolge-Wiki)
asset deal Eigenkapital Einkommenssteuer bei Unternehmensveräußerung Existenzgründung Existenzgründungsberatung Finanzierung Gründercoaching Handwerkskammern (HWK) Industrie- und Handelskammer (IHK) Kauf eines Unternehmens Nachfolgersuche Notare share deal Unternehmensbewertung Kauf eines Unternehmens Unternehmensverkauf
asset deal
Der asset deal bezeichnet die Form des Unternehmensverkaufs, bei dem der Käufer jeden Vermögensgegenstand, jede Maschine, jedes Marken- oder Lizenzrecht, jede Forderung der Gesellschaft einzeln erwirbt.
Bei dieser Verkaufsform bedarf es mit Ausnahme der Arbeitsverträge, die beim Betriebsübergang gesetzlich übergehen, einer Einzelrechtsübertragung bei der in der Regel dem Unternehmenskaufvertrag ausführliche Listen der übereigneten Gegenstände und Verbindlichkeiten beigefügt werden müssen. Siehe alternativ unter dem Stichwort share deal.
Eigenkapital
Für die Finanzierung einer Unternehmensübernahme setzen Banken in der Regel eine Eigenkapitalquote von 15 - 20 % voraus. Liegt die Investionssumme (Kaufpreis und eingeplante Kosten für Steuer- / Unternehmensberatung, Notar und evtl. Auszahlungsverluste) überhalb 1 Mio. kann sich die notwendige Eigenkapitalquote auch unterhalb 10 % bewegen.
Nicht zu unterschätzende Faktoren für die aufzubringende Eigenkapital-Quote sind auch die Persönlichkeit und damit das eingebrachte Know-How und die Skills des Käufers / Kreditnehmer und die Unterscheidung, ob eine Privatperson diesen Kredit zur Gründung beantragt oder ob hier eventuell eine Firma als Käufer oder mit Finanzierender handelt.
Unzureichendes Eigenkapital ist aber noch kein Grund sich von der Absicht des Erwerbs zu verabschieden. Es gibt verschiedene Wege fehlendes Eigenkapital in der Finanzierung auszugleichen. Betriebsbeteiligungen oder auch Bürgschaftsbanken können Alternativen sein. Einen kleinen Überblick der Förderung des Erwerbs eines Unternehmens gibt Ihnen ein PDF, einer Aktion des Wabeco Subventionslotsen® in Kooperation mit dem Unternehmermagazin impulse.
Adressen von Bürgschaftsbanken finden Sie beim Verband Deutscher Bürgschaftsbanken. Eine Übersicht über mittelständische Beteiligungsgesellschaften in den jeweiligen Bundesländern finden Sie z.B. auf der Homepage der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt.
Einkommenssteuer bei Unternehmensveräußerung
Gewinne aus dem Verkauf eines Unternehmens oder von Anteilen eines Gesellschafters an einem Unternehmen (§ 16 des Einkommensteuergesetzes, EStG) sind einkommenssteuerpflichtig. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Handelskammer Hamburg.
Existenzgründung
Ob Sie nun eine Neugründung planen, ein Unternehmen kaufen möchten oder ob Sie sich an einem Unternehmen beteiligen möchten: Die Existenzgründung wirft viele Fragen auf, die bei der persönlichen Eignung und Motivation anfangen, bei der Erstellung eines Businessplans und der Tragffähigkeitsprüfung für die Finanzierung weitergehen und auch nach dem Start noch nicht enden. Die hier eingefügten Websites geben einen Überblick über alles, was man auf dem Weg in die Gründung und im Anschluss berücksichtigen sollte:
Existenzgründungsportal des BMWi
Arbeitsagentur (Gründungszuschuss)
Gründungskatalog Start Messe
Existenzgründungsberatung
Vor der Gründung kann der Gründer Unternehmens- und Existenzgründungsberatung in Anspruch nehmen, bei der er sein Vorhaben konkretisieren und ausarbeiten kann. Diese Beratung ist kostenpflichtig, wird aber in verschiedenen Bundesländern gefördert. Eine kleine Übersicht findet sich beim BMWi.
Finanzierung
Die Gründungsfinanzierung, Finanzierung einer Beteiligung oder die Finanzierung eines Unternehmenserwerb setzt sich aus Eigenkapital (Eigenkapitalersatz) und Fremdfinanzierung zusammen. Checklisten und Übersichten zur Finanzierung finden Sie auf dem Existenzgründungsportal des BMWi. Die Förderdatenbank des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet Informationen zu möglichen Förderungen. Auch der Förderratgeber der KfW bietet einen Überblick.
Gründercoaching
Aller Anfang ist schwer ... Das gilt auch für Existenzgründer unabhängig davon, ob sie mit einer eigenen Idee ganz von vorn starten oder ob sie ein Unternehmen käuflich erworben haben und neu in der Rolle des Inhabers und Geschäftsführers sind. Damit die Startphase gelingt fördern Bund und der Europäischen Sozialfond (ESF) Gründercoaching. Weitere Informationen finden Sie beim BMWi.
Handwerkskammern (HWK)
Die regionalen Handwerkskammern sind in der Regel auch Ansprechpartner für Unternehmensbewertungen und Unternehmensverkäufe. Genauso bieten sie Tipps zur Existenzgründung. Ihre regionale Handwerkskammer finden Sie über den Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Industrie- und Handelskammern (IHK)
Was fürs Handwerk die Handwerkskammern sind, ist die IHK für andere Unternehmen. Von der Unternehmensgründung, -festigung und -sicherung hin zur Unternehmensfinanzierung und der Unternehmensnachfolge: Die IHK hält in der Regel ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot bereit. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bietet Ihnen einen IHK Finder, damit Sie Ihre regional zuständige IHK finden können.
Kauf eines Unternehmens
Für Existenzgründer gibt es beim Kauf eines Unternehmens vieles zu beachten: Von der Übernahme bestehender Arbeitsverträge und Versicherungen, die Vereinbarung eines möglichen Wettbewerbsverbots mit dem Verkäufer, Haftung für bestehende Verbindlichkeiten und evtl. betriebliche Steuern .... Auf den Seiten der Handelskammer Hamburg finden Sie eine ausführlichere Erläuterung. Auch die Checkliste für Betriebsübernehmer bietet wertvolle Hilfestellung.
Nachfolgersuche
Liegt die Unternehmensbewertung vor unterstützen meist auch die Handwerkskammern oder die IHK's den Unternehmensverkauf durch Inserate in entsprechenden Börsen. Bei rund 22.000 übergabewürdigen mittelständischen Unternehmen pro Jahr fällt es nicht immer leicht einen geeigneten Nachfolger zu finden.
Wird die geplante Nachfolge von Anfang an durch einen spezialisierten Unternehmensberater begleitet, kümmert dieser sich oft auch um die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Unternehmer, die die entsprechende Vorarbeit mit Hilfe der HWK und IHK selbst übernommen haben, wünschen sich aktive Unterstützung bei der Suche nach einem Nachfolger.
Für viele Unternehmen ist die Einschaltung einer in der Nachfolgeplanung erfahrenen Unternehmensberatung eine Kostenfrage. Wird das Vorhaben von der Planung bis zum Verkauf begleitet, orierntiert sich das Honorar der Unternehmensberatung in der Regel am Verkaufspreis des Unternehmen, ähnlich wie beim Verkauf einer Immobilie und beträgt zwischen 3 und 5 % des Verkaufspreises.
Für Unternehmer, die den Unternehmensverkauf mit Beratung und Hilfe der Handwerkskammer oder der IHK vorbereitet haben, stellen Personalberater oft eine Alternative dar, um schneller einen geeigneten Nachfolger zu finden. Das Erfolgshonorar in der Personalberatung orientiert sich normalerweise am effektiven Brutto-Jahresgehalt. Beim Unternehmensverkauf im Mittelstand, orientiert es es alternativ am Gewinn des Vorjahres. Der Prozentsatz für das Honorar des Personalberaters liegt ca. zwischen 20 und 35 % vom Vorjahresgewinn.
Notare
Ein Notar kommt in der Unternehmensnachfolge immer dann ins Spiel, wenn es darum geht etwas zu beurkunden. Das kann der Wechsel des Geschäftsführers mit dem notwendigen Handelsregistereintrag sein, das kann aber zum Beispiel auch die oft vernachlässigte Todesfallregelung des Geschäftsführers und Inhabers sein.
Ob es nun darum geht die Familie des Inhabers abzusichern oder Vorsorge für die Angestellten eines Betriebes zu treffen: Inhaber und Gesellschafter sollten das Risiko der Krankheit mit Todesfolge oder auch eines Unfalls mit Todesfolge nicht außen vor lassen.
share deal
Mit share deal bezeichnet man den Erwerb einer Beteiligung am Unternehmensträger (Aktien, GmbH Geschäftsanteile oder auch Kommanditbeteiligungen). Bei dieser Verkaufsform geht eine wirtschaftliche Beteiligung am Betriebsvermögen (einschließliche aller Aktiva und Passiva) auf den Käufer über. Aus steuerlichen Gründen ist der share deal häufig dem asset deal zu bevorzugen, da er eine Aufdeckung der stillen Reserven verhindert. Der share deal ist weiter verbreitet als der asset deal.
Unternehmensbewertung
Vor dem Verkauf eines Unternehmens steht für die Ermittlung eines Angemessenen Verkaufspreises die Wertermittlung des Unternehmens, die Unternehmensbewertung. Eine Methodenbeschreibung findet sich bei der Handelskammer Hamburg.
Ansprechpartner für die Bewertung eines Unternehmens findet man in der Beraterbörse KfW-Mittelstandsbank oder beim RKW -Nord Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft. Aber auch die regionalen Handwerkskammern und IHK's können Ansprechpartner für die Unternehmensbewertung sein.
Unternehmensverkauf
Was beim Verkauf eines Unternehmens vorliegen sollte und beachtet werden muss, kann man einer Checkliste der Handelskammer Hamburg entnehmen. Auf der Website findet sich auch eine Übersicht über die Formen der Unternehmensübertragung und Erklärungen zur Unternehmensbewertung.